{"id":2030,"date":"2017-07-21T17:10:27","date_gmt":"2017-07-21T15:10:27","guid":{"rendered":"http:\/\/asc-triathlon.de\/?p=2030"},"modified":"2021-10-24T12:13:08","modified_gmt":"2021-10-24T10:13:08","slug":"natalia-vera-ich-moechte-lernen-und-meinen-athleten-zuhoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/asc-triathlon.de\/2017\/07\/21\/natalia-vera-ich-moechte-lernen-und-meinen-athleten-zuhoeren\/","title":{"rendered":"Natalia Vera: \u201eIch m\u00f6chte lernen und meinen Athleten zuh\u00f6ren\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Seit Mitte Mai betreut Natalia Vera die Aktiven des 3defacto Team asc Darmstadt. Dabei hat die geb\u00fcrtige Chilenin genaue Vorstellungen vom Training.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<p style=\"text-align: center;\"><!--more--><\/p>\n<p>Das wohl wichtigste Werkzeug bei ihrer Arbeit ist die Stoppuhr. \u201eZeiten sind objektiv. So kann ich Verbesserungen am besten feststellen\u201c, sagt Natalia. Ob neben dem Schwimmbecken, auf der Laufbahn oder beim Koppeltraining, immer wieder dokumentiert die geb\u00fcrtige Chilenin die Zeiten ihrer Sch\u00fctzlinge. Neben der \u00dcberpr\u00fcfung, erh\u00e4lt die Trainerin auch ein Gef\u00fchl f\u00fcr die Leistungsf\u00e4higkeit der Aktiven. \u201eF\u00fcr mich ist es wichtig, meinen Athleten zuzuh\u00f6ren. Ich m\u00f6chte sie verstehen und lernen, wie wir zusammen das Training voranbringen\u201c, erkl\u00e4rt Natalia. Dabei nutzt die 32-J\u00e4hrige, die Erfahrungen, welche sie in den vergangenen Jahren im Triathlon unter verschiedensten Bedingungen gesammelt hat. \u201eIch habe in Chile Sport studiert und zeitgleich mit meiner Arbeit als Trainerin begonnen\u201c, blickt Natalia zur\u00fcck. In ihrem Heimatland betreute sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Triathlonverein. \u201eIch habe angefangen mit den Kindern. Da haben wir viel im Bereich des Wechselns gearbeitet. Das Laufen mit dem Rad, das Aufspringen beim Wechseln und die Kombination der Sportarten standen im Mittelpunkt. In der Gruppe waren 80 Jugendliche. Das war eine gro\u00dfe Herausforderung\u201c, sagt die Trainerin mit einem L\u00e4cheln. In den folgenden Jahren \u00fcbernahm sie immer mehr Verantwortung und organisierte schlussendlich auch Wettk\u00e4mpfe und Trainingslager. \u201eIch habe wirklich alles gemacht. Dabei habe ich viel gelernt. Der Verein liegt mir immer noch am Herzen und mir ist es wichtig, dass ich Kontakt halte\u201c, erkl\u00e4rt Natalia.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2016 wagte die Chilenin zusammen mit ihrem Mann den Sprung \u00fcber den gro\u00dfen Teich und begann ein Praktikum beim Triathlonverein Potsdam. Nach zwei Monaten in der brandenburgischen Landeshauptstadt begann sie ihre Arbeit als Landesst\u00fctzpunkttrainerin am Olympiast\u00fctzpunkt Brandenburg. \u201eDie Arbeit in Potsdam war sehr interessant. Ich hatte dort eine kleine Gruppe mit einem sehr hohen Niveau. Das waren professionelle Triathleten. Sie haben nur trainiert, gegessen und geschlafen\u201c, beschreibt die S\u00fcdamerikanerin. Dabei lernte Natalia auch das deutsche Sportsystem kennen und erkannte deutliche Unterschiede zu ihrem Heimatland. \u201eIn Chile gibt es keine Strukturen. Alles ist privat und dadurch sehr teuer. Selbst ein Athlet, der an den Olympischen Spielen teilnimmt, muss versuchen, sein Lebensunterhalt zu verdienen. Hier in Deutschland ist alles professioneller\u201c, vergleicht sie.<\/p>\n<p>Die Verbindung von Sport und Beruf, so wie es in Chile allt\u00e4glich ist, spielt auch beim 3defacto Team asc Darmstadt eine wichtige Rolle. Das hat die Trainerin schnell verstanden und sie ist begeistert, wie die Aktiven ihres neuen Vereins dies schaffen. \u201eHier in Darmstadt sind die Athleten in einer \u00e4hnlichen Situation wie in Chile. Sie haben Familie, Beruf und den Sport. Ich finde es beeindruckend, wie professionell sie dennoch ihren Sport aus\u00fcben. Im Training sind sie immer voll konzentriert\u201c, freut sich Natalia. Im Training versucht sie so viel wie m\u00f6glich, an ihre Athleten weiter zu geben. Vor allem die Kombination aus Physis und Psyche ist f\u00fcr sie wichtig. \u201eEin guter Triathlet zeichnet sich durch seinen K\u00f6rper und seinen Kopf aus. Au\u00dferdem muss er einen guten Trainingsflei\u00df an den Tag legen\u201c, sagt Natalia. Dabei versucht sie, die Einheiten gezielt zu differenzieren: \u201eAm Ende m\u00f6chte ich, dass sich alle Aktiven verbessern. Der Weg dorthin muss manchmal angepasst werden. Ich versuche zu verstehen, wann ein Athlet eine Pause oder ein intensiveres Training braucht. Das ist mein Ziel.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Deshalb h\u00f6rt sie zu und schaut bei jedem Training ganz genau auf ihre Uhr. Mit diesem Werkzeug fertigt sie t\u00e4glich eine Bestandsaufnahme ihrer Athleten an. Natalia nutzt diese Erkenntnisse in der Mitte der Saison, um ihre Sportler kennen zu lernen. Am Ende des Sommers m\u00f6chte sie ein Bild haben, mit dem sie in den kommenden Zyklus geht. Denn f\u00fcr diesen hat sie ein eindeutiges Ziel: \u201eIn der kommenden Saison m\u00f6chte ich alle Athleten verbessern.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Mitte Mai betreut Natalia Vera die Aktiven des 3defacto Team asc Darmstadt. 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