{"id":984,"date":"2015-10-08T08:58:29","date_gmt":"2015-10-08T06:58:29","guid":{"rendered":"http:\/\/asc-triathlon.de\/?p=984"},"modified":"2021-10-24T13:17:36","modified_gmt":"2021-10-24T11:17:36","slug":"stefan-lang-knackt-die-drei-stundenmarke-beim-berlinmarathon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/asc-triathlon.de\/2015\/10\/08\/stefan-lang-knackt-die-drei-stundenmarke-beim-berlinmarathon\/","title":{"rendered":"Stefan Lang knackt die 3 Std.-marke beim Berlinmarathon"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Zehn Tage vor dem gro\u00dfen Event trainierten Kai und ich noch einmal zusammen in heimischen Gefilden. 22 km standen am Ende zu Buche und das gute Gef\u00fchl, dass wir beide der Herausforderung Berlin Marathon gewachsen zu sein schienen. Das Foto-Posing am Berliner Meilenstein &#8230;<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">&#8230; in Darmstadt ein paar Tage sp\u00e4ter war dann sehr lustig und ebenfalls eine gute Einstimmung.\u00a0Wir inszenierten uns zwar als Duellanten, aber sp\u00e4testens nach Kais Gest\u00e4ndnis w\u00e4hrend der Fahrt, dass er dieses Jahr erst gut 300 km gelaufen sei, war mir klar, dass es kein Duell auf Augenh\u00f6he sein w\u00fcrde. Ich hatte zwar auch nicht wirklich spezifisch auf den Marathon trainiert, wusste aber sp\u00e4testens seit Zell am See, dass ich in einer guten Form bin. Allerdings sprachen die PB-Zeiten auf dem Papier ja eindeutig f\u00fcr Kai: Er hatte eine 2.49 h aus Hamburg im letzten Jahr stehen, ich lediglich eine eine 3:28 h aus Amsterdam.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Wir fuhren am Freitag los und holten gleich unsere Startnummern auf der Messe am alten Tempelhofer Flughafen ab. Am Samstag lief ich den Fr\u00fchst\u00fccklauf mit, den der Veranstalter zur Einstimmung und als ausdr\u00fccklichen &#8222;Nicht-Wettkampf&#8220; organisiert hatte. Es ging gem\u00fctlich vom Charlottenburger Schloss zum Olympiastadion&#8230; und zwar nicht nur davor, sondern man durfte darin auch eine Ehrenrunde drehen. Ein tolles Erlebnis. Einen Fehler habe ich dann am Vor-Wettkampftag doch noch gemacht. Das, was mir vor der Sprint-DHM in T\u00fcbingen noch sehr gut getan hat, sollte sich bei einem Marathon eher als Nachteil heraus stellen: Eine vorabendliche Massage.<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin-3.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-987 size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin-3-225x300.jpg\" alt=\"Berlin 3\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin-3-225x300.jpg 225w, https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin-3-624x831.jpg 624w, https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin-3.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Der Wettkampftag: Wir fuhren mit der S- und U-Bahn zum Hauptbahnhof und liefen dann zu Angela Merkels Amtssitz hin\u00fc\u00fcber&#8230; dort war der Eingang zu den verschiedenen Start-Bereichen. Es gab die Startbl\u00f6cke A-H. Kai war in Block B aufgrund seiner Top-Zeit aus Hamburg. Ich hatte bei der letzj\u00e4hrigen Anmeldung noch nicht wirklich etwas vorzuweisen und war demnach in den letzten Starblock H eingeteilt. Das h\u00e4tte bedeutet, dass ich mich w\u00e4hrend des Rennens durch gut 30.000 L\u00e4uferinnen und L\u00e4ufer h\u00e4tte durchw\u00fchlen m\u00fcssen, um meine angestrebte Zielzeit von unter drei Stunden erreichen zu k\u00f6nnen. Zum Gl\u00fcck konnte ich am Vorabend die Leute von der Orga noch \u00fcberzeugen mich in den C-Block zu lassen. Ich glaube zwar, dass sie nicht wirklich etwas mit einem Ergebnis einer 70.3-WM anfangen konnten, aber der Zweck hat die Mittel geheiligt und ich war in dem Block ja letztendlich auch goldrichtig.<a href=\"https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-989 aligncenter\" src=\"https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin2-225x300.jpg\" alt=\"Berlin2\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin2-225x300.jpg 225w, https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin2-624x832.jpg 624w, https:\/\/asc-triathlon.de\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/Berlin2.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Der Startschuss fiel, die Sonne schien und 40.000 Menschen setzten sich in Bewegung. Wahnsinn. Nach 2 Minuten \u00fcberquerte ich die Startlinie und es ging erst einmal in einem 4.20er Tempo los. Von Kai habe ich nichts gesehen, jeder lief sein Rennen. Die ersten 5-10 Kilometer liefen wir fast identisch. W\u00e4hrend ich dann relativ konstant weiter lief, musste Kai leider immer mehr raus nehmen. Beim Halbmarathon hatte ich dann schon gut 3 Minuten Vorsprung. Auf der zweiten H\u00e4lfte machten sich bei Kai dann aber die wenigen Trainingskilometer bemerkbar und er musste Gehpausen einlegen. Ich hingegen jagte Ballons hinterher: Bei Halbzeit hatte ich schon den 3-Stunden-Pace-Ballon eingeholt und sah dann vor mir schon wieder Ballons. Erst dachte ich: Stefan, jetzt nicht \u00fcberziehen und auf 2.50 h gehen&#8230; \u00a0aber ich lief immer n\u00e4her an die Ballons ran. Irgendwie war ich dann beruhigt, als dann auch wieder 3-Stunden drauf stand. Warum es davon allerdings offenbar mehrere gab, bleibt mir ein R\u00e4tsel. Egal&#8230; ich bin dran vorbei und weiter nach vorne. Mein Support hatte mich ja auch gerade wieder angefeuert! Sch\u00f6n brav alle 8 Kilometer ein Gel gelutscht und mit Wasser nachgesp\u00fclt und so den Fehler von Amsterdam vermieden&#8230; energetisch ging es mir auch super. Aaaaber: Seit Kilometer 17 tat mir mein sch\u00f6n durchmassiertes Fahrwerk weh! Den \u00c4rger \u00fcber die Massage verdr\u00e4ngte ich mit der Sorge, ob nicht irgendwann Kr\u00e4mpfe kommen&#8230; immerhin war es ja noch weit zum Brandenburger Tor. Zum Gl\u00fcck kamen keine Kr\u00e4mpfe, aber die Schmerzen wurden immer st\u00e4rker. Auf den letzten 5-10 Kilometer verlor ich ca. zwei Minuten und lief den zweiten HM dann in 1.29 h. Aber ich wusste, dass es zur Sub-3 Zeit reichen w\u00fcrde! So war die Durchquerung des Brandenburger Tores sehr emotional, zumal ich ja noch eine Rechnung von vor 25 Jahren offen hatte. Im Ziel \u00fcberkamen mich auch fast die Tr\u00e4nen und dann der Gedanke daran, wie es Kai wohl gerade ergeht. Nachdem ich meine Medaille bekommen und ausreichend getrunken hatte traf ich dann meine 3 Engel, die mich dank Joannas Rechentalent auch insgesamt 5 (!) Mal an der Strecke gesehen und angefeuert hatten. Zum Gl\u00fcck rief Kai dann auch bald an und wir trafen uns wieder. Am Ende standen neben tollen Eindr\u00fccken bei mir eine Zeit von 2.56 h und bei Kai eine eher ern\u00fcchternde 3.36 h. Aber egal, das Bier schmeckte so oder so. Vielen Dank an Alle, die mitgefiebert, getrackt und gratuliert haben. Ein besonderer Dank an meine 3 Engel Laura, Sarah und Joanna!<\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\">Ach ja: Gelaufen bin ich \u00fcbrigens auch im ASC-Shirt, hatte aber mein altes Trikot von damals noch obendr\u00fcber gezogen&#8230;. heute und damals vereint \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zehn Tage vor dem gro\u00dfen Event trainierten Kai und ich noch einmal zusammen in heimischen Gefilden. 22 km standen am Ende zu Buche und das gute Gef\u00fchl, dass wir beide der Herausforderung Berlin Marathon gewachsen zu sein schienen. 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