Wildflower Triathlon
Die Wildflower Halbdistanz ist einer der ältesten Triathlons der Welt und sollte bei jedem echten Langdistanzler auf der Wunschliste stehen. Swiad startete einen Tag nach dem legendären Rennen am Sonntag. Über 150 Männer und fast 100 Frauen gingen an den Start. Chris „Macca“ McCormack ist bei den Männern mitgestartet, vielleicht um Motivation zu tanken für das ITU-Rennen in San Diego. Die Bedingungen waren perfekt; das Wasser fast zu warm für Neoverbot und angenehme Außentemperaturen schon am Morgen. Nach mehreren Sprechgesängen von den unterschiedlichen Unis erfolgte der Startschuss. Die ersten hundert Meter der Schwimmstrecke waren sehr eingeengt und es wurde viel gestoßen und geschlagen. Vor der ersten Boje wurde Swiad gegen die Brille geschlagen. Da er am Ende der 1500 Meter eine Abkürzung nehmen wollte, brauchte er die volle Sicht und setzte die Brille wieder richtig auf. Dadurch verlor er den Anschluss an die erste große Gruppe. Durch die Abkürzung am Ende konnte Swiad eine große Verfolgergruppe hinter sich lassen und kam aber trotzdem mit einer enttäuschenden 19:36 auf Platz 25 aus dem Wasser. Mit zwei Minuten Rückstand ging es auf die bergige Radstrecke. Das geliehene Zeitfahrrad mit Scheibe verlieh Swiad Flügel und er begann die schlechte Schwimmzeit auszubügeln. Am zwanzig Kilometer-Wendepunkt hatte er sich bereits auf Position 3 im Collegiate-Feld vorgearbeitet. Trotz windschattenrennentauglichem Rennrad dominierte Macca den zweiten Teil des Triathlons. Mit schweren Beiden ging es auf den Rückweg. Swiad holte den ersten Studenten in der letzten Abfahrt und kam als erster aus der Wechselzone. Er musste jedoch den später ersten bei Kilometer zwei vorbeiziehen lassen, da er auf dem Rad zu viele Körners gelassen hatte und der Beginn der Laufstrecke viele Steigungswechsel hat. Als auch der später Dritte bei Kilometer sechs ans Swiad vorbeizog, mobilisierte er noch einmal alles, attackierte am letzten Hügel und verlängerte die Schritte auf dem Weg hinunter zum Ziel. Die letzten beiden Kilometer taten sehr weh, garantierten aber den zweiten Platz. Alles in allem ein sehr anspruchsvoller Wettkampf mit extrem guter Stimmung, erst recht an der Rennstrecke. Vielleicht wäre der Sieg mit einer besseren Schwimmzeit drinnen gewesen. Das Lächeln musste nie aus Maccas Gesicht weichen und die College-Studenten habe alles gegeben, um trotzdem mehr als drei Minuten hinter ihm ins Ziel zu kommen. „Es war ein tolles Gefühl mit einem der besten Triathleten der Welt in einem Rennen zu starten, aber das nächste Mal möchte ich nicht mehr deklassiert werden, nur damit er sich schnell fühlen kann.

