Die asc-Familie trauert um einen der erfolgreichsten Athleten der 60er-Jahre: Vor wenigen Tagen verstarb das einstige Hürdensprint-Ass Werner Trzmiel. Der exzellente Techniker belegte bei den Olympischen Spielen in Mexico City 1968 im 110-m-Hürdenfinale Rang fünf in 13,68 Sekunden, nachdem er sich im Zwischenlauf mit seiner elektronisch gestoppten Bestzeit von 13,60 Sekunden für das Finale qualifiziert hatte.
Olympisches Flair hatte der aus Castrop-Rauxel stammende Werner Trzmiel bereits 1964 in Tokio genießen dürfen, mit 14,3 Sekunden war er allerdings bereits im Vorlauf ausgeschieden.
Während er bei Deutschen Meisterschaften seinen Dauerkonkurrenten Hinrich John und Günther Nickel zumeist unterlegen war, triumphierte er bei seinen internationalen Einsätzen. So wurde der 1942 geborene Hürdensprinter beim Erdteilkampf 1967 in Montreal im europäischen Team Vierter und bei den 1969 durchgeführten Europäischen Hallenspielen (Vorläufer der Europameisterschaften) Zweiter. 14 Jahre lang war Werner „deutscher Rekordhalter“ mit seinen in Mexico City erreichten 13,60 Sekunden. Seine exzellente Explosivität nutzte Werner Trzmiel über die 60-m-Hürdendistanz zudem in der Halle: So wurde er 1965 Deutscher Hallenmeister, 1969 lief er in Wien sogar mit 7,7 Sekunden zum Hallen-Europarekord. Die 1970 im legendären Züricher Letzigrund erzielten handgestoppten 13,4 Sekunden wären selbst in der heutigen schnelllebigen Zeit in Deutschland noch ein absoluter Spitzenwert.
Der gelernte Maschinenbauschlosser holte das Abitur nach, studierte in Darmstadt Politik, Geografie und Sport und unterrichtete als Oberstudienrat an der Leibnizschule in Offenbach. Seine Leidenschaft zum Sport vermittelte er auch nach seinem Karriereende dem Leichtathletik-Nachwuchs. Er hinterlässt seine Ehefrau Erika und drei sportbegeisterte Kinder.








